Blaufisch angeln

Blaufisch: Charakter und Standorte

Der Blaufisch (Pomatomus saltatrix) ist einer der aggressivsten Meeresraubfische der Küstenzone. Er jagt in Schwärmen, umzingelt Kleinfischgruppen und zerhackt sie mit scharfen Zähnen. Während des Fraßfiebers zerstückelt der Blaufisch seine Beute regelrecht — daher sein Beiname „Meeresräuber“. Er hält sich in den oberen und mittleren Wasserschichten auf und bevorzugt Strömungen und Landzungen.

Saisonalität und Verhalten

Am aktivsten in der warmen Jahreszeit. Im Frühling erscheint er mit der Ankunft von Kleinfischen an den Küsten. Höhepunkt der Fangsaison: Sommer bis Frühherbst, wenn der Blaufisch Meeräsche, Stöcker und Anchovis an der Oberfläche jagt. „Kesselschlagen“ aus angreifenden Blaufischen ist an Strudeln und Vögeln erkennbar. Große Exemplare halten sich tiefer auf, Jungfische — am Ufer.

Worauf er reagiert

Blaufisch nimmt die meisten Köder bei schneller Führung an: Metallblinker, große Drehblinker, Blinker, Oberflächenköder (Popper, Walker). Hauptsache: Geschwindigkeit und harter Angriff. Stahlvorfach ist Pflicht: Die scharfen Zähne durchtrennen Fluorocarbon und Monofilschnur mühelos.

Tipps
  • Stahlvorfach ist keine Option, sondern Notwendigkeit: Blaufisch durchtrennt jeden anderen Werkstoff.
  • Im Kessel mitten hineinwerfen und schnell führen — Blaufisch im Fangrausch greift alles.
  • Einzelhaken statt Drilling verwenden — leichter aus dem Zahnmaul zu entfernen.
  • Köder an stabilem Karabiner befestigen — Blaufisch deformiert manchmal Ringe.
  • Beim Fang auf die Finger achten: Zähne sind scharf, Biss kraftvoll.
Passende Ausrüstung

Ruten Medium, Wurfgewicht 15–40 g, Länge 2,4–3,0 m. Rollen 3000–4000. Geflochtene Schnur PE 1,0–2,0. Stahl- oder Starkfluorocarbon-Vorfach 0,5–0,8 mm. Köder: Pilker 20–50 g, große Drehblinker, Blinker, Popper 80–100 mm.


Passende Serien: 3152