Wels angeln
Wels: Lebensraum
Der Wels ist einer der größten Süßwasser-Raubfische. Er lebt in tiefen Löchern großer Flüsse, in Talsperren und warmen Seen. Aktiv überwiegend nachts: Er geht auf Untiefen und Auen, um Fische, Frösche und Krebstiere zu jagen. Tagsüber hält er sich in Löchern, bei Wurzelstöcken und unter Steilufern auf.
Saisonalität
Optimale Jahreszeit: Sommer und Frühherbst, wenn das Wasser warm ist. Nachts geht der Wels bei ruhigem Wetter auf die Untiefen. Im Frühling: Laich und Nachlaichfraß. Im Winter passiv, zieht in die Tiefe. Ein großer Wels ist ein echter Trophäenfang und erfordert kräftiges Gerät.
Worauf er reagiert
Großer Köderfisch, toter Fisch, Frosch, Wurmbündel — klassische Naturköder. Spinnmethoden: großer Gummiköder auf schwerem Jigkopf, Jerkbait. „Quaken“ (akustisches Anlocken) — traditionelle Methode, um einen Wels nachts zu rufen. Trolling mit großen Wobblern über Löchern wird ebenfalls angewandt.
Tipps
- Nachts angeln: Wels kommt genau im Dunkeln zum Fressen.
- Schwerer Anker und kräftige Rolle — ohne sie zieht ein großer Wels die Ausrüstung weg.
- Quaken nachts vom Boot — funktioniert: der Klang lockt Welse von weit her.
- Köderfisch am Grund beim Loch — eine der zuverlässigsten Methoden.
- Vorfach ist Pflicht: Welshaut und Bodenstrukturen verschleißen dünne Schnur schnell.
Passende Ausrüstung
Kräftige Ruten Medium-Heavy und Heavy, Wurfgewicht 50–150 g, Länge 2,4–3,0 m. Multrollen oder leistungsstarke Stationärrollen 6000–10000. Geflochtene Schnur PE 3,0–6,0. Vorfach aus starkem Fluorocarbon oder Stahlseil. Haken Nr. 1/0–4/0.