Scholle angeln
Scholle: Lebensweise
Die Scholle (Plattfisch) ist ein flacher Bodenfisch, der auf dem Grund liegt und sich vollständig dem Untergrund anpasst. Sie lebt auf Sand-, Muschel- und Mischboden von Meeren und Brackwasserbuchten. Sie ernährt sich von Kleinfischen, Würmern, Krebstieren und kleinen Muscheln. Sie greift aus dem Hinterhalt von unten an und packt die Beute mit einem schnellen Schuss.
Wo und wann angeln
Beste Zeit: Frühling (Laich) und Herbst (Fraßzeit). Im Sommer aktiv in kühlen Morgenstunden. Hält sich auf Tiefen von 5–50 m auf flachem Grund auf. Typische Stellen: Sanduntiefen mit Strömung, Flussmündungsausläufe, Meeresbuchten.
Worauf sie reagiert
Grundmontage mit Naturköder (Borstenwurm, Muschel, Fischstück) — Hauptmethode. Langsam am Grund geschleppte Montage imitiert einen kleinen Wurm und provoziert einen Angriff. Leichter Jig mit Gummiköder-Fisch, dicht am Grund geführt, funktioniert ebenfalls bei aktiver Scholle.
Tipps
- Montage langsam am Grund schleifen — Scholle greift den bewegten Köder an.
- Übergang von hartem zu weichem Grund suchen — dort konzentrieren sich Schollen.
- Langes Vorfach 50–80 cm gibt dem Köder freie Bewegung am Grund.
- Doppelvorfach erhöht die Chancen bei weitverteilten Fischen.
- Bei Strömung angeln: Scholle ist gegen die Strömung ausgerichtet, Köder muss natürlich dahintreiben.
Passende Ausrüstung
Ruten Medium Light, Wurfgewicht 20–50 g, Länge 2,4–3,5 m (Uferangeln). Für Boot: Bordrute 1,5–1,8 m. Monofilschnur 0,25–0,35 mm oder Schnur PE 1,0–1,5. Grundblei 30–80 g, Vorfächer 0,2 mm. Haken Nr. 2–6.