Trolling
Was ist Trolling
Trolling ist eine Methode, bei der ein oder mehrere Köder hinter einem fahrenden Boot hergezogen werden. So kann eine große Wasserfläche abgesucht und schnell der richtige Tiefenhorizont und Standort der Fische gefunden werden. Bei richtiger Einstellung von Geschwindigkeit und Tauchtiefe läuft ein Wobbler oder ein anderer Köder stabil, ohne vom Kurs abzuweichen.
Wann und wo angewendet
Trolling wird an Talsperren, großen Seen, Flüssen mit mäßiger Strömung und in Meeresbuchten eingesetzt. Die Methode ist effektiv für Zander, Wels, Forelle, Lachs, Hecht, auf dem Meer für Thunfisch, Gelbschwanz und andere pelagische Arten. Das beste Ergebnis erzielt man bei der Suche entlang von Abbruchkanten und Böschungen.
Grundmechanik
Jede Rute wird in einem Rutenhalter befestigt. Wobbler oder Blinker werden auf die gewünschte Tiefe gebracht: Die Tiefe wird durch die Schnurlänge, die Konstruktion des Köders (Lippenwinkel) und zusätzliche Gewichte oder Tauchteller reguliert. Die Bootsgeschwindigkeit wird dem jeweiligen Köder angepasst — üblicherweise 2–7 km/h. Mehrere Ruten werden auf verschiedenen Tiefen ausgelegt, um die Wassersäule abzudecken.
Tipps
- Die ausgelassene Schnurlänge markieren — für reproduzierbare Tiefe bei erneutem Durchfahren.
- Entlang der Kanten fahren, nicht quer — der Fisch steht genau dort.
- In der Kurve langsamer werden — der Wobbler verändert Tiefe und Tempo und provoziert Bisse.
- Köder nach jeder Durchfahrt kontrollieren: Kraut am Haken tötet die Köderaktion.
- Klikerkenner der Rolle signalisiert Bisse ohne ständiges Beobachten.
Passende Ausrüstung
Trollingruten mit harter oder mittlerer Aktion, Wurfgewicht 20–100 g, Länge 1,8–2,4 m. Leistungsstarke Stationär- oder Multrollen mit großem Schnurvorrat. Monofilschnur oder geflochtene Schnur PE 1,5–4,0. Wobbler mit stabiler Schleppaction, Tieftaucher, Blinker.